Termin und Ort

22. - 23. Mai 2012

Congress Center Leipzig

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Themenüberblick

Die Fachforen des Kongresses neueVerwaltung spiegeln die umfassende IT-gestützte Modernisierung der öffentlichen Verwaltung in Bund, Ländern und Gemeinden wider. Treibender Faktor ist dabei die rapide wachsende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnik für die Stuktur und Zusammenarbeit in der öffentlichen Verwaltung. Das Internet hat in sehr kurzer Zeit seinen Siegeszug angetreten und bei den Bürgern und in der Wirtschaft die Forderung gestärkt, dass die öffentliche Verwaltung ihre Dienstleistungen auf allen Ebenen elektronisch anbieten muss und mehr Transparenz gewährleisten muss.

Die daraus resultierenden Lösungsangebote haben sich jedoch als hoch komplex herausgestellt: gemeinsame Standards für die Datenübermittlung zwischen verschiedenen Verwaltungsebenen, Datensicherheit und Datenschutz im Umgang mit dem neuen Personalausweis, einheitliche, medienbruchfreie und effiziente Prozesse in der Verwaltung sowie bürgerfreundliche Informationsangebote wie D115 oder Open Data sind nur einige der Fragen, die gelöst werden müssen.

Vor diesem Hintergrund ist die nationale eGovernment-Strategie des IT-Planungsrates als Richtschnur für die nächsten Jahre von zentraler Bedeutung. Es soll sicher gestellt werden, dass Synergien besser genutzt und Kosten weiter gesenkt werden. Doch dürfen dabei die personellen Ressourcen nicht übersehen werden: die Mitarbeitenden müssen an den Modernisierungsprozessen beteiligt werden, da die Akzeptanz der Betroffenen über den Gesamterfolg mitentscheidet. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, die den Altersdurchschnitt der Beschäftigten im öffentlichen Dienst negativ prägt.

Die Umsetzung der nationalen Gesamtstrategie und ihre Bedeutung für die zahlreichen Einzelprojekte werden den Kongress stark prägen. Wird es Schwerpunktprojekte geben, die zeitlich von einander abhängen, oder werden möglichst viele Projekte in einem Gewaltakt gestemmt, um das deutsche eGovernment möglichst schnell auf einen europäischen Spitzenplatz zu bringen? Welche Auswirkungen sind in der Verwaltungspraxis zu erwarten, welche Belastungen kommen auf die Mitarbeitenden zu? Wie kann das vorhandene Wissen weiter gegeben werden, angesichts des bevorstehenden Generationswechsels und der drohenden personellen Ausdünnung?

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[update 19.01.2012]